
![]() Kenneth wurde 1997 unter einem drakonischen texanischen Gesetzesstatut, genannt das Gesetz der Komplizenhaftung, zu Unrecht zum Tode verurteilt. Angeklagt mit drei weiteten (zwei erhielten Gefängnisstrafen) wurde Kenneth gezwungen mit dem bekennenden Schützen vor Gericht zu treten. Obwohl der bekennende Schütze zugab, dass er alleine und ohne Hilfe oder Anweisung der anderen handelte, wurden sie nichtsdestoweniger für schuldig erklärt (hauptsächlich wegen Vergehen, die nicht direkt mit dem Fall in Verbindung standen). Beide Männer wurden zum Tode verurteilt: Kenneths Todesstrafe basierte hauptsächlich darauf, dass er das Auto fuhr. Leider wurde der Schütze am 19. Juli 2006 hingerichtet. 2005 sah Kenneth einen Hoffnungsstrahl, als der Bundesrichter seine Todesstrafe verwarf. Doch im Oktober 2006 setzte das 5. Bundesberufungsgericht diesen Urteilsspruch ausser Kraft. Von da an wurden alle Berufungen abgelehnt, bis Kenneth am 30. Mai 2007 einen Hinrichtungstermin für den 30. August 2007 erhielt. Zu diesem Zeitpunkt wurde eine internationale Kampagne gestartet - angeführt von der Kampagne zur Beendigung der Todesstrafe und Kenneths Familie und Freunde. Vom 30. Mai 2007 bis zum 30. August 2007 war eine intensive Protestwelle zu hören. Erst ganz am Ende (Kenneth wurde zum Todeshaus der Walls Unit gebracht und es bleiben noch 6 Stunden bis zu seiner geplanten Ermordung) wandelte Gouverneur Rick Perry Kenneths Strafe in lebenslänglich um, nachdem die Begnadigungskommission dies mit 6:1 Stimmen empfohlen hatte. Die Entscheidung war beispiellos und die ERSTE Umwandlung, die Rick Perry jemals vornahm. Es war ein erstaunlicher Sieg für die Anti-Todesstrafen-Bewegung. Diese Umwandlung zeigt unbestreitbar, wie die Todesstrafe missbraucht werden kann. Die harte Wahrheit ist, dass andere Menschen verurteilt nach dem Gesetz der Komplizenhaftung nichts unternahmen, aber es vielleicht hätten probieren sollen. Kenneth war einer, der tagein tagaus kämpfte, damit man ihn hörte, er baute eine Unterstützungsbasis auf und weigerte sich aufzugeben. Obwohl Kenneth nun in einem normalen Gefängnis ist (er muss volle 40 Jahre absitzen, bevor er für eine Entlassung auf Bewährung berechtigt ist), betrachten wir, seine Unterstützer, den Kampf nicht als beendet. Kenneth hat noch immer gesetzliche Möglichkeiten offen, um sein Strafmaß anzufechten und wir planen, diese voll auszuschöpfen. Allerdings meinen wir und viele andere überall auf der Welt, dass Kenneth (durch sein eigenes Wachsen und seine Aktivitäten für andere) seine Schuld gegenüber der Gesellschaft bezahlt hat und freigelassen werden sollte. Da Texas es für Gerechtigkeit hält, einem seiner Mitangeklagten in ZWEI Kapitalmordfällen 35 Jahre zu geben, sind wir der Meinung, dass in dem einen Kapitalfall von Kenneth, die HÄLFTE von dem angemessen wäre, was sein Mitangeklagter erhielt. Wenn Texas sagt, dies sei Gerechtigkeit für seinen Mitangeklagten, dann sollte es genauso für Kenneth gelten. Wir werden nicht aufhören, bis dies geschehen wird. Diese Seite bleibt als Plattform für diesen Kampf bestehen und auch um Kenneths Stimme weiterhin in die Gesellschaft zu bringen. Wir hoffen, dass Euch Kenneths Situation so stark berühren wird, wie sie diejenigen berührt hat, die ihm nahe stehen. Auch in diesem Teilsieg beten wir weiterhin für die Familien LaHood und Brown und alle, die von dieser Tragödie betroffen sind. Unser Ziel ist es, so viel Gutes und Positives wie möglich aus dieser Situation zu machen, eine Tragödie in einen Triumph umzukehren. Wir können es schaffen: Beten und arbeiten wir dafür! Danke für deine Zeit und Unterstützung! |
Kenneth war der Fahrer eines Autos mit drei Passagieren (Mauriceo Brown, Julius Steen, und Dwayne Dillard). Es war spät in der Nacht. Einer der Männer, Mauriceo Brown, stieg aus dem Auto. Minuten später wurde ein Mann erschossen. Kenneth und die beiden anderen Männer waren im Auto zurückgeblieben, ungefähr 25 Meter vom Tatort entfernt. Die Staatsanwaltschaft behauptete, dass Brown einen gemeinsam geplanten Überfall ausführte, dass die anderen, die im Auto blieben damit einverstanden waren, was sie zu Komplizen gemacht hätte. Das trifft aber nicht zu.
Michael LaHood war der Sohn eines angesehenen und einflussreichen
Anwalts in San Antonio. Er war mit seiner Geliebten unterwegs
gewesen und sie waren gerade in getrennten Wagen zu ihm nach Hause
gefahren. Sie war Augenzeugin der Tat und machte später
widersprüchliche Aussagen zum Tathergang.
Eine Version war, dass sie sich verfolgt fühlte, auf Kenneths Wagen
zuging, ihn stoppte und mit Steen durch das offene Fenster auf der
Beifahrerseite ein paar Worte wechselte. Die Frau schein sehr
ärgerlich, deshalb schloss Steen das Fenster, nachdem er ihr
versichert hatte, dass sie ihr nicht gefolgt waren. Als Kenneth
wegfahren wollte, stieg Brown aus.
Brown sagte, er ging der knapp gekleideten Frau nach, weil er fand,
dass sie gut aussah und er wollte ihre Telefonnummer bekommen.
(Später stellte sich heraus, dass es sich um eine Stripperin
handelte.) Als er die Frau erreichte, tauchte LaHood auf. Brown gab
an, dass LaHood eine Waffe zog, die wie eine 9mm aussah. Ohne
Zweifel war er nervös und bekam Angst, so dass er - nach seinen
Angaben - in Selbstverteidigung schoss.
Später behauptete die Frau jedoch, dass sie den Wagen nicht gestoppt
hätte, sondern der Wagen anhielt, als sie gerade am Ende der
Auffahrt stand. Sie sagte auch, dass sie gehört habe, wie Brown die
Brieftasche von LaHood verlangte.
Kenneths Berufungsanwälte fanden heraus, dass sie gegenüber einem
Arzt, der sie im Krankenhaus untersuchte gesagt hat, dass sie nicht
sah, dass ihr das Auto absichtlich folgte und dass sie das Auto erst
sah, als sie in die Auffahrt einbog.
Glaubwürdiger ist die erste Geschichte, vor allem dann wenn man
weiß, dass sie mit ihrem Ehemann in einem erbitterten
Sorgerechtsstreit um die Tochter verwickelt war und dass es zwischen
ihr und ihrem Ehemann häufig gewalttätige Auseinandersetzungen gab.
So hatte sie auch einen Grund, sich verfolgt zu fühlen, als sie den
Wagen entdeckte. Das durfte aber von Kenneth Verteidiger vor Gericht
nicht verwendet werden, so entschied der Richter.
Kenneth wurde zu Unrecht gemeinsam mit Mauriceo Brown vor Gericht
gestellt, obwohl kein Zweifel daran bestand, dass Brown den
tödlichen Schuss abgefeuert. Nicht nur dass Brown zugab, LaHood in
Selbstverteidigung erschossen zu haben, er sagte auch aus, es sei
kein geplanter Raubüberfall gewesen und er habe vollkommen allein
gehandelt. Vergessen wir nicht, dass weder Kenneth noch einer der
beiden anderen Männer je den Wagen verließ.
Die Staatsanwaltschaft hatte sich ihre eigene Theorie zurechtgelegt
und orientierte sich an der Aussage der Augenzeugin, in der es hieß,
Brown habe Geld gefordert. Damit handelte es sich um einen
Raubüberfall und zusammen mit einem Mord wurde eine Anklage wegen
Kapitalmordes möglich und Kenneth konnte fälschlich im Rahmen der
Komplizenhaftung verurteilt werden. wegen Mord ersten Grades
verhandelt. Durch den Einfluss von LaHoods Vater stand der
Bezirksstaatsanwalt unter hohem Druck, eine Verurteilung zu
erreichen. Während der gesamten Verhandlung hörte man immer wieder,
dass LaHood der Gerichtssaal "gehören" würde. Das wirklich
haarsträubende an der Verurteilung ist, dass kein Beweis erbracht
werden konnte, der Kenneth mit der Tat in irgendeiner Verbindung
stand und deshalb hätte er niemals verurteilt werden dürfen.
Julius Steen sagte im Rahmen eines Geständnishandels mit der
Staatsanwaltschaft für eine mildere Strafe gegen Brown und Kenneth
aus. Er bekam eine 30-jährige Gefängnisstrafe.
Im Prozess gelang es der Staatsanwaltschaft, die Geschworenen zu
manipulieren und sie davon zu überzeugen, dass es nicht um
Selbstverteidigung ging, denn die LaHoods seien keine Waffensammler
gewesen. Ermittlungen von Kenneths Berufungsanwälten haben dazu
geführt, dass Polizeiprotokolle aufgetaucht sind, in denen die
LaHoods mehrfach Waffendiebstähle aus ihrem Haus angezeigt haben.
Jedes Mal wurden die gestohlenen Waffen durch neue ersetzt. Zweimal
ging es auch um eine 9mm Waffe, so wie Brown sie beschrieben hatte.
Dazu gehörte auch ein Schulterhalfter, um die Waffe am Mann zu
tragen.
Prophezeiung (pdf)
07.05.2007 (pdf)
Stahlhölle (pdf)
Berufung (pdf)
Bewusstsein (pdf)
Gesellschaft (pdf)
Verleumdung (pdf)
Stimme (pdf)
Poesie (pdf)

Mein Vater Kenneth Sr. und meine Tochter Nydesha drücken inspirierende Liebe aus, indem meine Tochter ein Schild mit der Aufschrift: " I love you Daddy " hält.

Hier sind einige Fotos von Nydesha, ihrer Mutter Nicole und von mir.
Während die Situation uns beiden einiges abverlangt hat, werden wir
jedoch immer mit unserer Tochter eine Gemeinsamkeit haben, egal was
passiert. Man sagt, Liebe sei Schmerz, aber mit der Zeit kann sie
alles überwinden.

Auf diesem Foto ist eine enge Freundin, Elena Rodriguez, mit meiner Tochter zu sehen. Ich kenne Elena schon seit mehr als 12 Jahren.

Hier sind die Männer unserer Familie - ich, Kenneth Sr. und mein Großvater Lawrence Sr.

Das ist meine geliebte Familie, die mir zur Seite steht, mein Leben bereichert und mir auch weiterhin dabei hilft im Geiste zu wachsen. Meine Liebe für sie ist tief, ehrlich und für immer.

Hier Bilder von meiner geliebten revolutionären Schwester Ms. Isis Tamu Miller, die eine aufstrebende politische Aktivistin ist. Wir trafen uns 2001, als ich ein Interview mit ihr über Shaka Sankofa machte (ein anderer unschuldiger Mann, der hingerichtet wurde). Nyensi Upenda.

Einige Fotos, die ein wenig Nostalgie hervorrufen. Die Fotos wurden 1995 aufgenommen, sie zeigen Nydeshas Mutter Nicole und mich. Es war ein sehr schöner Tag. Ich hoffe, dass ich noch mehr solcher Tage erleben werde.

Dies sind zwei Fotos vom schönen Besuch, den Petra und ich am 5. September 2002 hatten. Es war ein ganz besonderer Besuch, wir haben viel geteilt und es war ein Tag, den wir nie vergessen werden.

Hier wird unsere geschätzte Freundin Petra mit meiner Familie während ihres Amerikaaufenthaltes gezeigt. Die Fotos wurden am 8. September 2002 bei mir zu Hause in San Antonio, Texas, aufgenommen. Sie zeigen Petra mit meinen geliebten Großeltern und meiner Tochter mit ihrem Kater (Lucas). Meine Familie liebte Petras Besuch und es ist ein gutes Beispiel, was Freundschaft und Zusammenschluss in diesem Kampf bedeutet. Meine Liebe und mein Respekt gehören Petra und wir sind für sie da, so wie sie für uns da ist.

Mit mir steht Mr. George E. McFarland Sr., ein Mensch, der mir wie ein großer Bruder ist. Wir kennen uns seit 1998 und er hat sich wie ein Mentor verhalten, der mir so viel über das Leben, Verantwortlichkeit und Spiritualität beigebracht hat. Selbst an diesem Ort der Unterdrückung werden Bande geknüpft, die alle Ketten sprengen.

Hier ein Familienfoto mit meinem Großvater und mir, dem Gefangenen Gabriel Gonzales und seiner Freundin Sonia. Gabriel und ich haben uns im County Jail getroffen, bevor wir in den Todestrakt gekommen sind. Wir sind durch unseren gemeinsamen Kampf beste Freunde geworden. Weil er und seine Freundin Sonia - wie ich - aus San Antonio stammen, begleitet Sonia meinen Großvater wenn er hierher fährt. Es ist beruhigend zu wissen, dass sich unsere Familien beistehen, dass macht uns alle stark.

Hier oben sind drei der neuesten Fotos von meiner hübschen Tochter und mir, aufgenommen bei Besuchen. Es ist einfach zu erkennen, weshalb sie meine allergrößte Inspiration ist.


Hier sind meine Tocher Nydesha und ich und eine sehr enge Freundin Marsha und ihre Tochter Nyri. Die Bilder wurden am 5. August 2003 aufgenommen.

Nydesha und ich August 2005

Petra und ich im September 2006

Claire - ich - Petra
Besuch Oktober 2006

Long Live ALIVE