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Gregory Capehart

 

Inhalt

 

Updates

Wer ist Gregory?

Das Verbrechen und die Tatumstände

Was spricht noch für Gregory?

Überblick über den Prozess

Gregory in den Medien

 


Updates

 

23. Februar 2011

 

Gregory bekommt in einer neuen Strafzumessungsverhandlung Lebenslänglich ohne Begnadigungmöglichkeit.

 

Mai 2007


Richterin lehnt alle drei von Greg Capeharts Anwalt vorgebrachten Punkte ab und setzt damit das Todesurteil wieder in Kraft.

 

Juni 2005


Bei einer Anhörung am 3. Juni bekam Greg einen neuen DNA-Test gewährt und sein Todesurteil wird außer Kraft gesetzt.

 

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Wer ist Gregory?

 

Gregory wurde am 9. August 1967 in Dade City, Florida, geboren. Seine Mutter war alkoholabhängig, es verging auch während der Schwangerschaft kein Tag, an dem sie nicht trank, es vergingen nie mehr als zwei Tage, bis sie wieder vollkommen betrunken war.

Als die Mutter nach einer schwierigen Geburt mit dem Baby nach Hause kam, warf der Vater den Jungen aus dem Fenster hinaus in den Regen. In den folgenden Jahren kümmerten sich die Eltern kaum um Gregory, sie sprachen nicht mit ihm, außer um ihn wissen zu lassen, dass er ungewollt und ungeliebt war. Hinzu kamen der ständige Streit der Eltern, der vor Gewalttätigkeiten nicht halt machte. Diese familiären Verhältnisse hinterließen ihre Spuren, Gregory hatte mentale Probleme und besuchte später eine Schule für geistig zurückgebliebene Kinder.

Als sich seine Eltern trennten, Gregory war fünf oder sechs Jahre alt damals, lebte er bei seiner Großmutter mütterlicherseits in Orlando. Das Leben wurde dadurch nicht besser, es änderte sich nur. Die Großmutter zog Gregorys älteren Bruder Raymond vor, er war intelligent, ein sportlicher Typ und konnte einfach nichts falsch machen. Ganz anders Gregory, der auch den Zorn der Großmutter zu spüren bekam und die Schläge einstecken musste, wenn Raymond derjenige war, der einen Fehler begangen hatte.

Gregorys Kindheit war geprägt von ständiger Zurückweisung auf der einen Seite und dem ständigen Kampf und Streben nach Akzeptanz auf der anderen Seite.

Gregory begann in sehr jungem Alter zu trinken, wie Vater und Mutter trank er, bis er völlig betrunken war.

Er hätte zu einem zornigen jungen Mann werden können, weil nichts in seinem Leben gut lief. Das passierte jedoch nicht. Selbst wenn er angegriffen wurde, wehrte er sich nicht. Viele Male wurde er von den Kindern der Nachbarschaft zusammengeschlagen, er schlug niemals zurück. Seine Gewaltlosigkeit und das offene Reden über seinen christlichen Glauben brachten ihm den Spitznamen "Preacher" (Prediger) ein.

Als Jugendlicher ging er zu seinem Vater zurück nach Dade City. Es klappte nicht zwischen ihnen und Gregory lebte auf der Straße. Er kam in falsche Gesellschaft, tat alles was ältere Kinder ihm sagten, um von ihnen akzeptiert zu werden und wurde zum Spielzeug für Drogenabhängige und Kriminelle.

Mit 15 kam er in ein Jugendcenter wegen Einbruchs, er beschrieb das als die „beste Zeit in seinem Leben“. Danach lebte er wieder auf der Straße.

Während im Gefängnis 1985 versuchte er wiederholt sich umzubringen.

In seinem psychologischen Gutachten vom 13.2.2002 stellt Dr. Bill E. Mosman fest, dass Gregory nach dem Recht Floridas als geistig zurückgeblieben einzustufen ist.

 

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Das Verbrechen und Tatumstände



Gregory wurde für die Ermordung der 62-jährigen Marlene Reeves zum Tode verurteilt.

Marlene Reeves, das Opfer, war eine ältere Dame, die allein in ihrer Wohnung lebte. Es war bekannt, dass sie körperlich nicht gesund war und auch geistig zurückgeblieben, so konnte sie weder lesen noch schreiben. Sie wurde deshalb von vielen Menschen in ihrer Umgebung ausgenutzt. Edith Snow, eine Freundin des Opfers, sagte aus, dass viele Menschen Reeves ausnutzten.

Deputy Sheriff Jeffrey Clark fand Reeves Leiche. Er untersuchte einen Einbruch bei Rebecca Henry. Sie war durch einen Einbrecher gegen 5.00 Uhr morgens geweckt worden. Sie beschrieb ihn als Schwarzer, 1,75 groß und 160 Pfund – keinerlei Ähnlichkeit zu Gregory.

Deputy Clark wollte auch die direkte Nachbarin von Henry befragen – Marlene Reeves.

Er fand Reeves Wohnung durchwühlt und die Frau tot auf dem Bett liegend, mit einem Kissen auf ihrem Kopf. Sie wurde mit einem Kissen erstickt und war nach Angaben der untersuchenden Mediziner vor ihrem Tod auch vergewaltigt worden. Die Ermittler fanden einen Handabdruck, von dem sich später herausstellte, dass er zu Gregory Capehart passte.

Die Zeugen


Ein Nachbar von Reeves – R. Caruthers – sagt aus, er habe gesehen, wie ein Mann in einem gelb/orange Trenchcoat zwischen 4.40 und 6.00 Uhr zu Reeves Apartment ging.

D. Harrison sagte, sie habe Capehart in dieser Nacht in einem schwarzen Trenchcoat gesehen.

Rebecca Henry – die Nachbarin – die durch einen Einbrecher geweckt worden war: Im Prozess wurden die Geschworenen glauben gemacht, dass Gregory sie auch in ihr Apartment eingebrochen war. Henry hat ihn jedoch nicht identifiziert und ihre Beschreibung vom Täter passte überhaupt nicht auf Gregory.



Gregorys Darstellung

 

Er hat an diesem Tag Drogen verkauft. Jemand wollte Drogen kaufen, sagte aber zu Gregory, er habe kein Geld bei sich. Der Mann wollte deshalb sein Geld holen. Greg begleitete ihn, er wartete draußen. Als er durch das Fenster sah, sah er, wie dieser Mann der Frau das Kissen auf das Gesicht drückte. Greg geriet in Panik und lief davon...

 

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Was spricht noch für Gregory?


Es gab einen anderen Tatverdächtigen, der Staat hatte dessen Namen und hatte Zugang zu seinen Fingerabdrücken. Diese wurden nicht mit denen verglichen, die man am Tatort fand. Nichts davon wurde an die Verteidigung weitergegeben – möglicherweise Beweise für Gregorys Unschuld.

Gregory hatte "Aussagen" gemacht. Der Staat wusste jedoch, dass diese "Aussagen" erpresst waren. Die "Aussagen" orientierten sich an den ersten Ermittlungsergebnissen. Später stellte sich jedoch heraus, dass die Beweise anfänglich falsch interpretiert worden waren, damit passten die erzwungenen Aussagen von Gregory nicht mehr zu den tatsächlichen Beweisen. Auch das versuchte der Staat vor der Verteidigung und den Geschworenen geheimzuhalten. So bat die Staatsanwaltschaft die Geschworenen, die Beweise, die nicht mit den "Aussagen" zusammenpassten, einfach zu ignorieren.

Den Psychologen, die für den Staat aussagten, wurden die "Aussagen" als Wahrheit präsentiert, so dass sie zu völlig verfälschten Schlussfolgerungen kamen und diese den Geschworenen präsentierten.

Man hatte den teilweisen Abdruck einer Handfläche am äußeren Fensterrahmen gefunden, der zu Gregory passte. Der Staat präsentierte diesen als Schuldbeweis und behauptete, der Täter sei durch das Fenster ein das Schlafzimmer des Opfers eingedrungen. Das widerspricht jedoch den anderen Beweisen, so dass im Laufe der Ermittlungen klar wurde, dass. der Täter durch die Tür gekommen war und das Schlafzimmer durch das Fenster verlassen hat. Danach ist der Handflächenabdruck ohne Beweiskraft.
Die erpressen "Geständnisse" orientierten sich an dem, was zuerst fälschlich angenommen wurde (Täter drang durch das Fenster ein).

 

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Überblick über den Prozess


24.02.88 – Gregory wurde des Mordes ersten Grades und des Einbruchs mit Tatvorsatz (Mord) angeklagt

20.04.88 – Gregory bekannte sich „nicht schuldig“

22.02.89 – eine gesamtweiße Jury (das Opfer war auch weiß, Gregory ist schwarz) befindet Gregory schuldig des Mordes und Einbruchs ohne Tatvorsatz was den Mord angeht.

23.02.89 – Die Geschworenen empfehlen mit einer Mehrheit von 7 zu 5 Stimmen die Todesstrafe. Das offizielle Urteil wird am 11.4.89 gesprochen.

In der sich anschließenden direkten Berufung wurde das die Verurteilung und das Todesurteil vom Obersten Staatsgerichtshof bestätigt. Der Oberste US Gerichtshof lehnte es im Januar 1992 ab, sich mit dem Fall zu beschäftigen.

 

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Gregory in den Medien

 

8. März 2006

 

Die Freiheit naht - Beharrliche Studenten entlasten Capehart mit Hilfe eines DNA-Tests

Von Marci Elliott

Mittwoch, 8. März 2006 Gregory Capehart, der fast die Hälfte seines Lebens im Gefängnis verbracht hat, wird bald ein freier Mann sein – dank der ausdauernden Bemühungen einer Gruppe von High School-Schülern und ihres Lehrers.

Capehart wurde endlich ein gerichtlich angeforderter DNA-Test zugestanden, der laut seinem Anwalt seine Unschuld beweist. Der 40-jährige war wegen der Vergewaltigung und des Mordes an einer Frau aus dem Landkreis Pasco, im Jahre 1987, verurteilt worden.

John Dwyer, ein Lehrer der Lely High School in East Naples und seine Sozialkunde-Schüler sammelten Unterschriften für eine Petition, veranstalteten eine Demonstration vor dem Gericht von Collier County und schrieben Briefe an die Beamten. Sie besuchten Capehard, wohnten seinen Anhörungen bei und beobachteten seine Lage im Justizsystem von Pasco County, wo er bis heute inhaftiert ist.

Ein offensichtlich erfreuter Dwyer sagte am Freitag, dem dritten März, er sei ausgesprochen glücklich über die Ergebnisse von Capehart’s DNA-Test. "Wir sind uns noch nicht völlig sicher, was nun der nächste Schritt sein wird”, sagte Dwyer. „Er muss erst noch ein paar Dinge regeln. Es wird noch eine Anhörung geben und momentan wissen wir noch nicht, wann er das Gefängnis verlassen kann.“

Die Bemühungen der Studenten hatten bereits im Juni 2005 einen ersten Erfolg gezeitigt. Damals war Capehart aus dem Todestrakt der Union Correctional Institution in Raiford entlassen und in das Gefängnis von Pasco Couny verlegt worden.

Die Entscheidung über seine Freiheit hing nun noch an dem DNA-Test, der ihm aus ungeklärten Gründen jahrelang verweigert worden war. 1987, als die Verbrechen geschahen, für die Capehart verhaftet und verurteilt wurde, hatte es noch keine DNA-Tests gegeben.

Die Neuigkeiten von Capehart’s DNA-Test und seiner damit bewiesenen Unschuld verbreiteten sich nach der Bekanntgabe letzte Woche über Emails und per Telefon.

"Ich bin sehr froh, zu hören, dass ihm der DNA-Test bewilligt wurde”, sagte Lionel Decius, ein ehemaliger Schüler der Lely High School, der die “Free Capehart”-Campagne geleitet hatte, in einer E-Mail, nachdem er von den Neuigkeiten gehört hatte.

"Er hat mir viele Briefe geschrieben und ich kann versichern, dass er nach all den Jahren wirklich raus möchte”, schrieb Decius in seiner E-Mail. „Ich glaube mit Sicherheit daran, dass er unschuldig ist. Die Art und Weise, wie er mit mir spricht, klingt nicht wie die eines Vergewaltigers und Mörders. Ich kann es gar nicht erwarten, die Ergebnisse zu erfahren.“

Abe Bonowitz, Vorsitzender und Mitbegründer der Bürgervereinigung für Alternativen zur Todesstrafe (Citizens United for Alternatives to the Death Penalty) sagte am Montag, dem sechsten März, dass Capehart ihn vergangene Woche angerufen und erzählt habe, dass sein momentaner Verteidiger, Daniel Hernandez aus Tampa, ihm mitgeteilt habe, dass die DNA-Test-Ergenisse negativ seien. "Das heißt im Klartext: es gibt keinerlei Beweise dafür, dass Greg dieses Verbrechen begangen hat”, sagte Bonowitz, der ursprünglich aus Gainesville kommt und nun in New Jersey lebt und arbeitet. „Greg wird im Laufe der nächsten zwei Wochen eine Anhörung haben und ein neuer Prozess ist für Anfang April angesetzt. Es kann aber gut sein, dass die Beamten bereits bei der Anhörung entscheiden werden, den Fall abzuschließen, sodass ein neues Verfahren gar nicht mehr nötig sein wird.“

Hernandez konnte bislang nicht für einen Kommentar erreicht werden. Ein Angestellter seines Büros in Tampa teilte am Montag, dem sechsten März, per Telefon mit, dass er keine Interviews gebe.

Bonowitz sagte, es sei “nahezu unmöglich” gewesen, an offizielle behördliche Informationen aus dem Landkreis Paco zu gelangen. "Diese Informationen sind neu und Neuigkeiten bewegen sich nur sehr langsam durch das Rechtssystem von Pasco”, sagte er.

Dwyer und seine Schüler begannen ihre Arbeit am Fall Capehart vor gut zwei Jahren während einer Buchdiskussion zu Fjodor Dostojewski’s “Schuld und Sühne”. Dwyer hängte ein Foto von Capehart an die Wand des Klassenzimmers unter das „Schuld und Sühne“-Poster. Anschließend diskutierten er und seine Schüler Gemeinsamkeiten zwischen dem Fall Capehart und der Romanhandlung.

Decius startete eine Kampagne, um Capehart’s Unschuld zu beweisen, weil er, wie er sagt, bemerkte, dass der Häftling aus Pasco, östlich von Tampa, ihm selbst sehr ähnlich sei. Schon bald schlossen sich ihm weitere Schüler an, weil sie sagten, dass sie ebenfalls an seine Unschuld glaubten.

Einige der Schüler, die in die Capehart-Kampagne involviert waren, studieren mittlerweile am College und waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Unter den Absolventen der Lely High School, die in die Gruppe involviert waren, sind unter anderem Beth Pershing, die an der U.S. Air Force Academy in Colorado eingeschrieben ist, sowie die Zwillinge Gavin und Adam Reinke, Erstsemestler an der Universität von Florida.

"Ich bin davon überzeugt, dass die Aktionen meiner Schüler der Grund dafür waren, dass Greg aus dem Todestrakt verlegt wurde (im Juni 2005)”, sagte Dwyer in einem früheren Interview. „Das ist wirklich erstaunlich. Was für eine wundervolle Bestätigung für die Schüler, die so hart dafür gearbeitet haben, dieses Ziel zu erreichen.“

Laut Gerichtsakten war Capehart 1988 für den Mord ersten Grades an der 62-jährigen Marilyn Reeves verurteilt worden.

Capehart, damals 22 Jahre alt, behauptet am Tatort zugegen aber nicht am Mord von Reeves beteiligt gewesen zu sein. Die Akten besagen, dass die Frau zunächst vergewaltigt und dann auf ihrem Bett liegend mit einem Kissen erstickt wurde. Ferner steht zu lesen, dass Diebstahl als Motiv gesehen werde und dass drei Dollar entwendet wurden.

Capehart wurde ein Jahr nach dem Mord an Reeves verurteilt. Er gab zu Protokoll, dass er dazu gezwungen worden sei, ein Geständnis zu unterschreiben für ein Verbrechen, dass er nicht begangen hatte. Er hat 16 Jahre im Todestrakt verbracht.

Dwyer und Bonowitz sagten, Capehart werde nach seiner Haftentlassung mit bedeutenden Lebensveränderungen konfrontiert werden.

Momentan gebe es noch keine endgültigen Pläne, sagten sie. Leute, die seinen Fall intensiv mit verfolgt hätten, würden Capehart aber dabei helfen, mit der neu gewonnenen Freiheit umgehen zu lernen.

(Quelle: Naples Daily News)

 

Capehart Protest

 

März 2007
Eine Gruppe Demonstranten fordert einen fairen Prozess für Greg


31. August 2005

 

Lokale Schüler helfen, Insassen aus Todestrakt zu holen

 

Die Anstrengungen einer Gruppe Schüler der Lely Highschool, einen Mann aus dem Todestrakt von Florida zu holen, der sagt, dass er falsch verurteilt wurde, waren erfolgreich.

Gregory Keith Capehart, der wegen des Mordes ersten Grades an Marilyn Reevese aus dem Bezirk Pasco im Jahr 1998 angeklagt wurde, wurde ins Pasco Gefängnis verlegt, wo er auf die Ergebnisse eines DNA-Tests wartet, der am 23. Juni vom Gericht angeordnet wurde.

„Zumindest ist er aus dem Todestrakt. Das ist schon mal ein Sieg,“ sagte Lionel Decius, der im Mai seinen Abschluss an der Lely High gemacht hat. „Sobald der DNA-Test fertig ist und die Resultate zurückkommen, kann er als freier Mann durch diese Tore gehen.“

Decius, der letztes Jahr in der Abschlussklasse war, als er uns eine Klassenkameraden das erste Mal von Capeharts Fall hörten, führte eine Schülerdemonstration zum Bezirksgericht von Collier an und verbreitete eine Petition, in der die Freilassung des Insassen aus dem Todestrakt gefordert wurde. Decius und die anderen Schüler haben Capeharts Fall seither verfolgt. Sie fuhren sogar mit ihrem Englischlehrer, John Dwyer, zu Anhörungen in Dade City, wo das Bezirksgericht von Pasco ist.

„Ich bin überzeugt, dass Greg aufgrund der Aktionen der Schüler aus dem Todestrakt genommen wurde,“ sagte Dwyer. „Das ist fantastisch. Was für eine wundervolle Anerkennung für die Schüler, die so hart daran gearbeitet haben.“

Es war Dwyer, der den Schülern das erste Mal von Capeharts Schicksal erzählte. Er hatte durch Pax Christi Florida, dem staatlichen Ableger der internationalen katholischen Friedensbewegung, von Capehart gehört. Decius begann sich dafür zu interessieren, Capehart zu helfen, weil, wie er sagte, ähnelt.

Beth Pershing, die im Mai ihren Abschluss in Marco Island gemacht hat und heute die U.S. Air Force Academy besucht, war ebenfalls aktiv daran beteiligt, Capehart zu helfen, aus dem Todestrakt entfernt zu werden.

Im Jahr 1988, als der Mord begangen wurde, standen keine DNA-Tests zur Verfügung. Capehart, der damals 22 war, behauptet, dass er am Tatort war, jedoch nicht an der Ermordung von Reeves beteiligt war, die 62 Jahre alt war. Die Unterlagen sagen, dass sie vergewaltigt wurde und dann mit einem Kissen erstickt, als sie auf ihrem Bett lag. Sie sagen, dass das Motiv ein Einbruch war und dass 3,-- Dollar gestohlen wurden.

Die Unterlagen sagen außerdem, dass ein Handtellerabdruck am Tatort von Capehart stammte, dass jedoch ein Fingerabdruck nicht zu im passte.

Capehart, der ein Jahr nach Reeves Ermordung schuldig gesprochen wurde, sagte, dass er gezwungen wurde, ein Geständnis für ein Verbrechen zu unterschreiben, dass er nicht begangen hat. Er war 16 Jahre lang im Todestrakt.

Auch wenn er sich nicht mehr länger im Todestrakt befindet, wird Capehart, der am 9. August 40 wurde, es möglicherweise nicht so leicht damit haben, als freier Mann durch diese Tore zu gehen. Heute wäre der Beweis der Wahl von Kriminalermittlern weltweit, DNA, der Schlüssel zu Capeharts Freiheit, sagen Decius und seine Schulkollegen. Doch der Test wurde noch nicht durchgeführt.

In der Zwischenzeit, sagte Dwyer, ist ein anderes Problem aufgetaucht. Capeland wird jedes Mal, wenn er seine Zelle im Pasco Gefängnis verlässt, mit Handschellen und Ketten gefesselt und wird von den Gefängnisbeamten als „roter Punkt“ behandelt. Die „roter Punkt“ Behandlung ist ungerecht und Capehart verdient, dass sie aufhört, sagte Dwyer.

„Ich habe Hoffnung, weil eine neue Richterin, Lynn Tepper, für seinen Fall bestellt wurde und sie willig zu sein scheint, ihm zu helfen,“ sagte er. „Er hat einen neuen Verteidigungsanwalt, Daniel Hernandez, der scheinbar auch helfen möchte. Greg ist ein sehr höflicher Mensch und ich glaube nicht, dass er das Verbrechen begangen hat, wegen dem er angeklagt wurde.“

Weder Tepper noch Hernandez konnte für einen Kommentar erreicht werden. Eine Sprecherin von Teppers Büro sagte am 29. August, dass ein Gerichtsangestellter Beweise zusammen sammelt, die für den Test verwendet werden können, und daran arbeitet, die Arrangements für den Test zu treffen.

Dwyer sagte, dass Capeland, wenn er letztendlich aus dem Gefängnis freikommt, viele großer Änderungen im Leben durchmachen wird.

„Sein Leben nach dem Gefängnis ist eine ziemlich unsichere Sache,“ sagte Dwyer. „Ich ermutige ihn, darüber nachzudenken, was er tun wird. Alles was sie den Gefangnen bei der Freilassung geben sind 100,-- Dollar und Kleidung und das war es dann.“

Dwyer sagte, dass er durch Pax Christi einige Kontakte hat, die Capehart helfen könnten, einen Job und ein Zuhause zu finden, wenn – und falls – er freigelassen wird.

„Greg war 17 Jahre im Gefängnis und er hat nichts dadurch gewonnen,“ sagte Dwyer. „Er kann jetzt lesen und schreiben, das konnte er vorher nicht. Meine Hoffnung und mein Ziel ist es, mich darauf zu konzentrieren, bis wer komplett entlastet ist. Wir werden nicht aufhören, bis er es ist.“

Quelle: Naples Daily News

 

 

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Gregory Capehart

Zur Person

Geboren am:
09.08.1967

Zum Tode verurteilt am:
11.4.1989

23. Februar 2011
zu lebenslanger Haft verurteilt


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